DSGVO Wissen

Aufgaben des Datenschutzbeauftragten

Jeder hat sicher eine Vorstellung darüber, was ein Datenschutzbeauftragter macht. Was sind aber die typischen Aufgaben, die der Gesetzgeber definiert hat? Erfahren Sie in der folgenden Übersicht, welche Bandbreite die Tätigkeiten haben und in welche Bereiche sie sich erstrecken.

Datenschutzorganisation

  • Aufbau eines Datenschutzmanagementsystems
  • Schaffung einer (softwaregestützten) Datenschutzorganisationsstruktur
  • Koordination der Datenschutzaufgaben über Unternehmensbereiche hinaus
  • Bildung des organisatorischen Rahmens für den Datenschutz im Unternehmen

Datenschutzberatung

  • Beratung aller Unternehmensbereiche, inkl. der Geschäftsführung
  • Beratung von Stakeholdern des Unternehmens (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten etc.)
  • Beratung des Betreibrates und Interessensvertretungen

Datenschutzprüfung

  • Prüfung von Geschäftsprozessen und Regelungen
  • Prüfung und Auditierung der IT-Systeme
  • Prüfung datenschutzrelevanter Verträge
  • Ansprechpartner für die Erstellung des Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten
  • Prüfung der Angemessenheit und Einhaltung der technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOM)
  • Prüfung von Verfahren, die einer Datenschutz-Folgenabschätzung unterliegen
  • Bearbeitung von Beschwerden und sicherheitsrelevanten Vorfällen
  • Prüfen von Garantien externer Dienstleister (Auftragsverarbeiter)

Datenschutzkommunikation

  • Turnusmäßige Tätigkeitsberichte
  • Regelmäßige Unterrichtung der Leitung und der Fachbereiche
  • Kommunikation mit der Aufsichtsbehörde
  • Ansprechpartner für externe sowie interne Stakeholder

Datenschutzschulung und -sensibilisierung

  • Fortentwicklung von Schulungskonzepten und Erstellung von Schulungs- / Sensibilisierungsunterlagen
  • Umsetzung des Sensibilisierungs- und Schulungskonzepts

Quellen: Art. 24, 38, 39 DSGVO ; EG 77, 81, 97 DSGVO